06. April 2024 – Zum Großen Bohnstein bei Hesselbach
Einfach mal rausgehen und irgendwo hinlaufen!
Es gibt Tage, da braucht es keinen großen Plan. Kein festes Ziel, keine vorbereitete Route und keine lange Liste mit Dingen, die man unbedingt sehen möchte. Man zieht die Wanderschuhe an, geht vor die Tür und läuft einfach los.
Genau so ein Tag war der 6. April 2024.
Das Wetter und die Lust auf Bewegung passten, also machte ich mich auf den Weg. Diesmal führte es mich zum Großen Bohnstein bei Hesselbach.
Einfach loslaufen
Ich mag diese spontanen Touren. Man weiß vorher nicht genau, was einen erwartet, und gerade das macht für mich einen Teil des Reizes aus.
Also ging es ohne große Erwartungen los. Schritt für Schritt wurde es ruhiger. Häuser und Straßen blieben zurück und die Landschaft übernahm.
Anfang April ist der Wald noch nicht vollständig aus seinem Winterschlaf erwacht. Vieles wirkt noch etwas kahl, aber gleichzeitig merkt man überall, dass sich etwas verändert. Das erste frische Grün zeigt sich, der Waldboden beginnt wieder zu leben und die Luft fühlt sich anders an als noch ein paar Wochen zuvor.
Der Frühling kommt.
Auf dem Weg zum Großen Bohnstein
Mein Ziel – wenn man bei dieser spontanen Runde überhaupt von einem Ziel sprechen kann – war der Große Bohnstein.
Schon der Weg dorthin machte die kleine Wanderung lohnenswert. Alte Felsen, moosbedeckte Stellen und stille Waldwege sorgten für genau die Atmosphäre, die ich an solchen Tagen suche.
Keine große Inszenierung. Keine spektakuläre Sehenswürdigkeit, zu der alle unterwegs sind.
Einfach Natur.
Immer wieder entdeckte ich kleine Pfade und Ecken, die neugierig machten. Manchmal sind es gerade diese unscheinbaren Dinge, die eine Wanderung interessant machen: ein Weg, bei dem man sich fragt, wohin er wohl führt, ein Felsen zwischen den Bäumen oder ein Ausblick auf eine Landschaft, die man eigentlich kennt und trotzdem plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive sieht.
Natürlich musste ich nicht jeden dieser Wege ausprobieren.
Aber der Gedanke „Da könnte ich beim nächsten Mal entlanggehen“ war mehr als einmal dabei.
Ein bisschen Ruhe vom Alltag
Am Großen Bohnstein angekommen, nahm ich mir Zeit, die Umgebung auf mich wirken zu lassen.
Solche Orte müssen für mich gar nicht spektakulär sein. Oft reicht es schon, irgendwo im Wald zu stehen, nichts weiter zu hören als die Geräusche der Natur und für einen Moment keinen Gedanken daran zu verschwenden, was später noch erledigt werden muss.
Genau deshalb gehe ich so gerne los.
Beim Wandern wird die Welt für ein paar Stunden erstaunlich einfach: Ein Weg liegt vor einem, man setzt einen Fuß vor den anderen und schaut, was hinter der nächsten Kurve kommt.
Mehr braucht es manchmal nicht.
Mein Fazit
Der Ausflug zum Großen Bohnstein war keine lange geplante Wanderung und auch keine große Tagestour.
Es war einfach eine spontane Runde vor der eigenen Haustür.
Und genau solche Touren zeigen mir immer wieder, dass man nicht weit fahren oder reisen muss, um etwas zu entdecken. Selbst auf bekannten Wegen findet sich plötzlich etwas Neues – wenn man sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen.
Ein versteckter Pfad. Ein alter Felsen. Ein neuer Blick auf die Landschaft. Oder einfach ein paar Minuten völlige Ruhe.
Manchmal ist das schönste Ziel eben gar kein bestimmter Ort.
Manchmal reicht es vollkommen, die Tür zu öffnen und einfach loszugehen.
Kein Video!