21. Mai 2025 – Von Bad Laasphe nach Fischelbach
Start: Bushaltestelle „Emmarburg“, Bad Laasphe
Ziel: Ortseingang Fischelbach
Distanz: 11,5 km
Untergrund: 100 % Asphalt
Art der Tour: Streckenwanderung
Manchmal muss eine Wanderung nicht über schmale Waldpfade, steinige Wege oder weiche Wiesen führen. Manchmal besteht sie einfach daraus, an einem Punkt auszusteigen und sich zu Fuß auf den Weg nach Hause zu machen.
Genau das war am 21. Mai 2025 mein Plan: Mit dem Bus nach Bad Laasphe und von dort zu Fuß zurück nach Fischelbach.
Was zunächst nach einer recht einfachen Strecke klang, sollte sich unterwegs allerdings als überraschend anstrengend erweisen.
Start an der Emmarburg
Meine Tour begann an der Bushaltestelle „Emmarburg“ in Bad Laasphe.
Nach dem Aussteigen orientierte ich mich zunächst in Richtung der Firma EJOT. Viel suchen musste ich nicht. Von hier aus konnte ich dem ausgeschilderten Wander- und Radweg folgen, der mich auf meiner gesamten Strecke in Richtung Fischelbach begleiten sollte.
Navigation war an diesem Tag also kein großes Thema.
Einfach dem Weg folgen und laufen.
Schon nach den ersten Metern wurde allerdings deutlich, was diese Tour bestimmen würde: Asphalt.
Und davon sollte es reichlich geben.
Kilometer um Kilometer auf Asphalt
Normalerweise gehört für mich zu einer Wanderung auch die Abwechslung unter den Füßen. Ein Stück Waldweg, etwas Schotter, vielleicht ein schmaler Pfad oder ein weicher Wiesenweg.
Davon gab es diesmal nichts.
Die gesamten 11,5 Kilometer verliefen auf befestigtem Untergrund. Asphalt von Anfang bis Ende.
Technisch machte das die Strecke natürlich sehr einfach. Keine Wurzeln, keine größeren Steine und keine schwierigen Passagen, auf die man besonders achten musste. Eigentlich konnte ich einfach meinen Rhythmus finden und Kilometer machen.
Doch genau diese Gleichmäßigkeit hatte ihre eigene Herausforderung.
Je länger ich unterwegs war, desto deutlicher spürte ich den harten Untergrund in den Beinen und Füßen. Auf einem Naturweg verändert sich der Tritt ständig ein wenig. Hier dagegen blieb alles gleich.
Schritt für Schritt. Kilometer für Kilometer.
Asphalt.
Eine andere Art von Wanderung
Landschaftlich führte mich die Strecke durch eine offene Umgebung, teilweise vorbei an Feldern. Immer wieder konnte ich den Blick schweifen lassen und einfach meinen Gedanken nachhängen.
Gerade weil der Weg selbst kaum Aufmerksamkeit verlangte, bekam die Tour fast etwas Meditatives.
Man läuft.
Und läuft.
Und irgendwann merkt man, wie weit man bereits gekommen ist.
Trotzdem wurde mir unterwegs wieder bewusst, wie groß der Unterschied zwischen elf Kilometern auf einem abwechslungsreichen Wanderweg und elf Kilometern auf Asphalt sein kann. Auf dem Papier klingt die Distanz überschaubar. Für die Beine fühlte sie sich an diesem Tag deutlich länger an.
Aber umdrehen war ohnehin keine wirkliche Option.
Schließlich wollte ich nach Fischelbach.
Also weiter.
Die letzten Kilometer nach Fischelbach
Mit jedem Kilometer rückte mein Ziel näher.
Irgendwann kam dieses schöne Gefühl auf, das ich bei Streckenwanderungen besonders mag: Der Ausgangspunkt liegt längst weit hinter einem und das Ziel beginnt langsam greifbar zu werden.
Nach insgesamt 11,5 Kilometern erreichte ich schließlich den Ortseingang von Fischelbach.
Geschafft.
Keine spektakuläre Bergtour, kein Gipfel und kein versteckter Aussichtspunkt warteten dort auf mich. Trotzdem fühlte sich die Ankunft gut an.
Vielleicht sogar gerade deshalb.
Ich war an diesem Morgen mit dem Bus losgefahren, irgendwo ausgestiegen und anschließend die komplette Strecke zu Fuß zurückgelaufen.
Das reicht manchmal vollkommen.
Mein Fazit
Diese Wanderung von Bad Laasphe nach Fischelbach war definitiv anders als meine üblichen Touren.
Die Strecke selbst ist einfach zu finden und technisch vollkommen unkompliziert. Gleichzeitig sollte man die 11,5 Kilometer auf durchgehendem Asphalt nicht unterschätzen. Der harte Untergrund macht sich mit zunehmender Strecke bemerkbar und verlangt den Füßen und Beinen einiges ab.
Wer Naturpfade, Waldboden und abwechslungsreiche Wanderwege sucht, wird mit dieser Strecke vermutlich wenig anfangen können. Als einfache Streckenwanderung von Bad Laasphe nach Fischelbach hat sie aber durchaus ihren eigenen Reiz.
Mein wichtigstes Fazit des Tages war jedenfalls schnell gefunden:
Asphaltkilometer sind irgendwie andere Kilometer.
Und auch wenn ich beim nächsten Mal wieder ein paar Wald- und Wiesenwege unter den Wanderschuhen bevorzugen würde, war es eine Tour, die mir in Erinnerung bleiben wird.
Denn manchmal geht es beim Wandern gar nicht darum, den schönsten Weg zu finden.
Manchmal geht es einfach darum, nach Hause zu laufen.